Ratgeber

Keller entrümpeln: was raus muss, was bleibt, was es kostet

Warum der Keller bei fast jeder Räumung am längsten dauert, was dort an Sondermüll steht und wie man sich den Aufwand spart.

Keller entrümpeln: was raus muss, was bleibt, was es kostet

Kurz gefasst: Der Keller ist bei den meisten Räumungen der zeitaufwendigste Teil, nicht die Wohnung darüber. Das liegt an drei Dingen: Alles muss über eine Treppe nach oben, das Material ist schwer, und ein erheblicher Teil ist Sondermüll, der getrennt entsorgt werden muss. Wer den Preis verstehen will, schaut in den Keller und nicht auf den Grundriss.

Warum der Keller den Preis macht

In der Wohnung tragen wir ebenerdig zur Tür. Im Keller führt jeder einzelne Gang über eine Treppe, oft eng, oft mit Wendung, meist schlecht beleuchtet. Bei gleicher Menge dauert ein Keller deshalb deutlich länger als ein Zimmer.

Dazu kommt das Gewicht. Was im Keller steht, ist selten leicht: Farbeimer, Fliesenreste, Bauholz, Werkzeug, Autoteile, Einmachgläser, Kohle. Auf der Deponie werden wir gewogen, und genau dieses Gewicht landet in der Rechnung.

Was dort typischerweise steht

Nach fünfzehn Jahren in diesem Geschäft sieht man in fast jedem Keller dieselben Gruppen: Restbaustoffe von Projekten, die nie fertig wurden. Werkzeug und Maschinen, teils noch brauchbar. Vorräte und Eingemachtes, oft Jahrzehnte alt. Möbel, die irgendwann nur noch untergestellt wurden. Und Kartons, die seit einem Umzug nicht mehr geöffnet wurden.

In älteren Häusern kommt der Heizungsbereich dazu: alte Öltanks, Kohlereste, Rohrisolierungen. Bei Isolierungen aus der Zeit vor 1993 schauen wir genau hin, weil dort Asbest stecken kann.

Sondermüll: der Teil, der nicht in den Container darf

Farben, Lacke, Lösungsmittel, Verdünner, Altöl, Batterien, Leuchtstoffröhren, Pflanzenschutz- und Holzschutzmittel sind Sondermüll. Sie gehören weder in den Restmüll noch in den Sperrmüllcontainer, und bei einer Räumung sind sie fast immer dabei.

Elektrogeräte gehen nach dem Elektrogesetz eigene Wege, vom alten Kühlschrank bis zur Bohrmaschine. Auch das trennen wir schon beim Tragen, weil Mischabfall am teuersten abgerechnet wird.

Was sich verwerten lässt

Metall ist der interessanteste Posten. Kupferrohre, Messing, Elektromotoren, Heizkörper, gusseiserne Teile. Dazu gutes Werkzeug, das noch Abnehmer findet. Beides rechnen wir an, und das senkt den Preis spürbar.

Was dagegen fast nie etwas bringt: Spanplattenmöbel, alte Polster, Bücher außer Fachliteratur, Röhrenfernseher und Kleinkram.

Wie Sie den Aufwand selbst verkleinern

Sperrmüll vorher anmelden. Was die kommunale Abfuhr mitnimmt, muss nicht von uns gewogen und entsorgt werden. Wie viel das ausmacht, steht im Ratgeber Sperrmüll anmelden.

Den Weg frei machen. Wenn im Kellergang Fahrräder und Regale stehen, tragen wir erst die weg, bevor wir überhaupt anfangen können.

Nicht selbst vorsortieren, wenn Sie unsicher sind. Wer Sondermüll in den Restmüll wirft, spart nichts und handelt sich Ärger ein. Lassen Sie es stehen, wir nehmen es mit.

Einzelner Keller oder ganzes Haus

Ein einzelnes Kellerabteil ist uns nicht zu klein. Es bekommt denselben Festpreis vorab wie ein ganzes Haus, und oft lohnt es sich, mehrere Kleinigkeiten in einen Termin zu legen. Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden. Mehr zur Leistung: Entrümpelung.