Ratgeber
Wie Sie mit einer angemeldeten Sperrmüllabholung am Tag nach der Räumung Entsorgungskosten sparen.

Kurz gefasst: Melden Sie vor der Entrümpelung die kostenlose Sperrmüllabholung Ihrer Stadt an und legen Sie den Räumungstermin auf den Tag davor. Dann stellen wir Möbel, die als Sperrmüll zugelassen sind, direkt an die Straße, statt sie zu laden, zu fahren und zu wiegen. Das senkt den Preis, weil er sich bei uns aus Arbeitszeit und Entsorgungskosten zusammensetzt, und beide Posten werden dadurch kleiner.
Auf der Deponie wird unser Fahrzeug vor und nach dem Abladen gewogen, bezahlt wird die Differenz. Jedes Möbelstück, das gar nicht erst mitfährt, fehlt auf dieser Waage. Dazu kommt die Arbeitszeit: Ein Schrank, der an die Straße gestellt wird, wird einmal getragen. Der gleiche Schrank im Fahrzeug wird getragen, verladen, gefahren, abgeladen und am Container noch einmal bewegt.
Das ist kein kleiner Unterschied. Bei einer normalen Wohnungsauflösung ist ein spürbarer Teil des Volumens genau das, was der Sperrmüll ohnehin mitnimmt: Schränke, Sofas, Sessel, Matratzen, Regale, Tische, Betten.
Die Sperrmüllabholung ist kostenlos, der Termin steht aber fest. Deshalb planen wir die Entrümpelung auf den Tag davor. Was auf den Sperrmüll darf, kommt am Abend vorher an die Straße, der Rest fährt mit uns weg. Am nächsten Morgen holt die Stadt ab, und die Wohnung ist bereits leer.
Wichtig ist die Reihenfolge: Erst den Sperrmülltermin holen, dann den Räumungstermin festlegen. In Frankfurt liegen zwischen Anmeldung und Abholung rund zehn Arbeitstage, anderswo richtet sich die Abholung nach festen Terminen im Abfallkalender. Wer erst räumt und dann anmeldet, hat davon nichts mehr.
Bereitstellen dürfen Sie den Sperrmüll übrigens nicht tagelang vorher. Üblich ist: frühestens am Vorabend, spätestens am Abholtag um 6 oder 7 Uhr morgens an der Straße. Genau in dieses Fenster legen wir die Räumung.
Angemeldet wird die Abholung immer vom Haushalt selbst, also von Ihnen als Bewohner, Eigentümer oder Angehöriger. Der Sperrmüll ist eine Leistung für private Haushalte. Wiesbaden schreibt zum Beispiel ausdrücklich, dass der Abfall nicht aus gewerblicher Tätigkeit stammen darf.
Das heißt im Klartext: Wir können nicht unseren Auftragsabfall als Ihren Sperrmüll deklarieren, und das machen wir auch nicht. Es geht ausschließlich um Ihren eigenen Hausrat, den Sie ohnehin hätten rausstellen dürfen. Wir übernehmen dabei nur das Tragen und sagen Ihnen, was zugelassen ist.
Landkreis Limburg-Weilburg: Anmeldung telefonisch beim AbfallWirtschaftsBetrieb unter 06471 5169200, die Sperrmüllnummer gibt es direkt am Telefon. Die Abholtermine stehen im Abfallkalender Ihrer Gemeinde. Als Sperrmüll gilt, was als Möbel erkennbar ist, pro Stück höchstens 50 Kilogramm und 2 Meter. Elektrogeräte werden gesondert angemeldet und ebenfalls kostenlos geholt.
Rheingau-Taunus-Kreis: Im Rheingau läuft die Anmeldung über Knettenbrech und Gurdulic (Sperrmülltelefon 0611 696483) oder das Sperrmüllportal, bis zu dreimal im Jahr. Im Untertaunus über K&R Umwelt, bis zu sechsmal im Jahr. Pro Abholung sind höchstens 5 Kubikmeter zugelassen, Holz und Metall werden getrennt bereitgestellt, und die Sachen müssen bis 7 Uhr an der Straße stehen.
Wiesbaden: Die ELW holen viermal im Jahr bis zu 5 Kubikmeter kostenfrei ab. Anmeldung unter 0611 71530 oder online. Bereitstellen frühestens am Vorabend, spätestens bis 6 Uhr am Abholtag.
Frankfurt am Main: Die FES entsorgen bis zu 10 Kubikmeter kostenlos für alle, die an die städtische Abfallsammlung angeschlossen sind. Anmeldung unter 0800 2008007-10 oder online, mit rund zehn Arbeitstagen Vorlauf. Bereitstellen ab 15:30 Uhr am Vortag, spätestens 6 Uhr am Abholtag.
Hochtaunuskreis und Main-Taunus-Kreis: Hier sammeln die Städte und Gemeinden selbst, die Regeln unterscheiden sich deshalb von Ort zu Ort. Fragen Sie bei Ihrer Stadt oder Gemeinde nach, im Hochtaunuskreis hilft auch die Abfallwirtschaft des Kreises unter 06172 9994810 weiter.
Stand dieser Angaben ist September 2026. Satzungen ändern sich, deshalb prüfen wir den aktuellen Stand für Ihren Ort mit, wenn wir den Termin planen.
Darauf darf, was als Möbel oder Einrichtung erkennbar ist: Schränke, Sofas, Sessel, Stühle, Tische, Betten, Lattenroste, Matratzen, Regale, Teppiche, Koffer, Fahrräder, Kinderwagen.
Nicht darauf gehören Bauschutt und Renovierungsabfälle wie Fliesen, Estrich, Türen mit Zarge oder Trockenbauplatten. Ebenso wenig Restmüll in Säcken, Farben, Lacke, Chemikalien, Altreifen und Gartenabfälle. Elektrogeräte und Kühlschränke laufen fast überall über eine eigene, meist ebenfalls kostenlose Abholung.
Genau hier liegt übrigens der häufigste Fehler: Wer Bauschutt oder Säcke danebenstellt, riskiert, dass die Kolonne den ganzen Haufen stehen lässt. Dann steht alles weiter an der Straße, und das Ordnungsamt fragt nach.
Die Abfuhr nimmt das Einfache mit und lässt das Aufwendige stehen. Bauschutt und Renovierungsabfall bleiben liegen, ebenso Restmüll in Säcken, Farben, Chemikalien, Reifen und Gartenabfälle. Elektrogeräte laufen über eine eigene Abholung.
Dazu kommen Mengengrenzen. Im Rheingau-Taunus-Kreis und in Wiesbaden ist bei 5 Kubikmetern Schluss, in Göttingen bei 4, in Frankfurt bei 10. Eine komplette Wohnungsauflösung liegt schnell beim Doppelten oder Dreifachen davon. Und es kostet Zeit: In Göttingen beträgt die Wartezeit derzeit rund vier Wochen, in Koblenz ist drei Wochen vorher anzumelden. Wer zum Mietende raus muss, kann darauf nicht warten.
Deshalb ist der Sperrmüll für uns kein Ersatz, sondern ein Baustein. Was er mitnimmt, spart Ihnen bares Geld. Was liegen bleibt, nehmen wir im selben Zug mit, inklusive Keller, Dachboden und Garage. Sie tragen nichts selbst, und es bleibt nichts stehen, worüber sich der Vermieter beschwert.
Bei stark verschmutztem Hausrat, etwa in einer Messie-Wohnung, nimmt die Abfuhr die Sachen in der Regel nicht mit. Bei einem festen Übergabetermin, der keinen Aufschub duldet, hat der Termin Vorrang vor der Ersparnis. Und wenn vor dem Haus keine Fläche frei ist, auf der die Sachen niemanden behindern, fällt der Weg ebenfalls aus.
In diesen Fällen bringen wir alles selbst weg und trennen sortenrein, damit der Preis trotzdem so niedrig wie möglich bleibt. Papier, Metall, Holz und Elektrogeräte gehen dann getrennte Wege, weil jede saubere Fraktion die Deponiekosten drückt.
Sagen Sie uns bei der Anfrage einfach, ob Sie die Sperrmüllabholung schon angemeldet haben. Wenn nicht, schauen wir gemeinsam, welcher Termin für Ihren Ort möglich ist, und legen die Räumung passend davor. Sie melden an, wir sagen Ihnen vorher, was davon zugelassen ist, und tragen es an die Straße.
Den Festpreis nennen wir dann auf dieser Grundlage. Wer uns vorab Fotos von jedem Raum schickt, bekommt den Preis ohne Termin vor Ort und fünf Prozent Nachlass auf die Dienstleistung, das Express-Angebot. Geht es um eine komplette Haushaltsauflösung, planen wir den Sperrmülltermin gleich mit ein.