Ratgeber
So gelingt die besenreine Wohnungsübergabe ohne Stress.

Besenrein heißt: geräumt und grob gereinigt. Böden gefegt, grober Schmutz entfernt, alle Gegenstände raus. Nicht enthalten sind Streichen, Bohrlöcher verspachteln, Fenster putzen oder eine Grundreinigung.
Was darüber hinaus verlangt wird, muss ausdrücklich im Mietvertrag stehen. Und selbst dann gilt: Viele Klauseln zu Schönheitsreparaturen sind von der Rechtsprechung inzwischen für unwirksam erklärt worden, besonders starre Fristenpläne. Lassen Sie sich nicht vorschnell zu Arbeiten drängen, zu denen Sie nicht verpflichtet sind.
Alle Räume vollständig geräumt, auch Einbauschränke und Abstellkammern. Keller- und Speicherabteil geleert. Das wird am häufigsten vergessen. Garage, Stellplatz und Gartenhaus, falls mitvermietet.
Böden gefegt, Teppichkleberreste entfernt, falls Sie den Belag herausnehmen. Dübel und Schrauben aus den Wänden, Löcher verschlossen, sofern Sie dazu verpflichtet sind. Eigene Einbauten zurückgebaut, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
Alle Schlüssel beisammen: Wohnung, Haustür, Keller, Briefkasten, Garage. Fehlende Schlüssel sind einer der häufigsten Streitpunkte bei der Übergabe und können teuer werden, wenn die Schließanlage getauscht werden muss.
Die Zählerstände. Strom, Gas, Wasser und Heizung ablesen und im Protokoll festhalten lassen, mit Datum. Ohne diese Zahlen streiten sich später zwei Parteien über eine Abrechnung, die niemand mehr nachvollziehen kann.
Die Dunstabzugshaube und der Backofen. Beides zählt zur Wohnung, wenn es mitvermietet war, und beides wird bei der Übergabe geprüft.
Silikonfugen in Bad und Küche. Verfärbte Fugen sind normale Abnutzung und kein Mangel. Lassen Sie sich das nicht als Schaden anrechnen.
Gehen Sie nie ohne Protokoll aus einer Übergabe. Halten Sie den Zustand jedes Raums fest, notieren Sie vorhandene Mängel ausdrücklich, und machen Sie Fotos mit Datum. Beide Seiten unterschreiben, beide bekommen eine Kopie.
Wenn der Vermieter Mängel behauptet, die Sie anders sehen: Lassen Sie das im Protokoll als strittig vermerken, statt es zu unterschreiben oder die Unterschrift zu verweigern. Ein Protokoll mit einem dokumentierten Dissens ist mehr wert als gar keines.
Der häufigste Fehler bei einer Wohnungsübergabe ist, rückwärts zu wenig Zeit einzuplanen. Rechnen Sie vom Übergabetermin zurück: davor die Endreinigung, davor die Räumung, davor das Sortieren. Wer vorwärts plant, wird am Ende knapp.
Wir übernehmen die Räumung termingerecht und übergeben besenrein. Auf Wunsch erledigen wir kleinere Schönheitsreparaturen mit. Sagen Sie uns einfach den Übergabetermin, dann planen wir von dort rückwärts.